
Worum es geht:
Die Verschwörer sahen keine andere Lösung als seinen Tod. Für sie war das Land dem Untergang geweiht. Alle Versuche, den Ministerpräsidenten politisch zu entmachten, waren gescheitert. Seinen Erfolg bei den Wählern hatten sie nicht stoppen können. Sie, die einstigen Weggefährten des Regierungschefs, hielten Gewalt für das letzte übriggebliebene Mittel.
Ein Botschafter, ein Polizeichef, ein Parteistratege. Drei Akteure, die sich selbst nicht die Finger schmutzig machen mussten. Da hatte eine Sondereinheit unter den Polizisten den dienstlichen Einsatz vermasselt. Das ließ sich nutzen. Wer wie diese Truppe zum rechtsextremen Rand gehörte, selbst vor Mord nicht zurückscheute und obendrein noch das eigene Versagen wiedergutmachen wollte, der war die ideale Besetzung. Fünfundzwanzig Mann, die bereit waren, den auch von ihnen verhassten Kopf allen Übels zu töten.
Vielleicht war die Vorbereitung des Attentats zu ambitioniert oder auch nur unvorsichtig, jedenfalls existierte ausgerechnet auf der Frequenz des geheimen Funkverkehrs der Verschwörer ein heimlicher Mithörer, ein Sonderling, der mit dem Revolver umzugehen wusste und der in seinem Weltbild auf gleicher Welle schwamm wie der Polizistentrupp.
Als schließlich die tödlichen Schüsse fielen, waren alle vor Ort, die Polizisten genauso wie der Lauscher. Die Lage war unübersichtlich. Mindestens zwei Schützen hatten abgedrückt. Wer der Mörder war, wussten nicht einmal die Täter.
Die vorbereitete Maschinerie lief an. Die Beteiligten hatten sich Alibis besorgt. Der Polizeichef machte sich selbst zum Fahndungsleiter und begann, in eigener Sache zu ermitteln. Der Parteistratege organisierte die Öffentlichkeitsarbeit, und der Botschafter hielt die politischen und juristischen Granden auf Distanz. Das Trio hatte alles unter Kontrolle.
Und dann steht auf einmal die Aufklärung unter Beobachtung einer jungen, in diesem Fall nicht gerade unbefangenen Staatsanwältin. Er war damals schon Ministerpräsident gewesen, sie noch Studentin. Es war eindeutig ein brutaler sexueller Missbrauch. Jetzt ist ihr Auftrag, die Überführung des Täters zu begleiten. Sie verschweigt ihre Befangenheit und ahnt das Komplott, weil sie schon vor der Tat illegal Hinweise auf Ort und Zeitpunkt eines möglichen Attentats bekommen hat.
Und die Fallstricke der persönlichen Beziehungen zwischen Tätern und Ermittlern sind vielfältig. Die Frage, ob es sich um ein Komplott oder das Werk eines Einzeltäters handelt, gerät fast zum Nebenaspekt angesichts der Risiken und Tricks, die Ermittler und Täter bereit sind einzugehen und anzuwenden.
Wer ist am Ende bereit, den höheren Preis zu zahlen? Wer hat mehr Cleverness? Oder obsiegt die größere Skrupellosigkeit? Im Finale des Romans jagt eine Überraschung die nächste. Die Auflösung ist wahrlich unerwartet.
Die Hauptpersonen:
- Max Mickelsen: Polizist, Sprecher der Dambe-Truppe, später Medizinstudent in München
- Louise Lunden: ehemals Jura-Studentin, Staatsanwältin
- Kurt Mattsson: Polizeipräsident, selbst ernannter Fahndungsleiter
- Selma Mattsson: Kurts Ehefrau, Buchhändlerin
- Lennart Dannström: Botschafter
- Bo Söderblom: Parteistratege,
- Chris Walström: Chefredakteur des „Kurir“
- Leif Sundvall: Reporter, Redakteur beim „Kurir“, Partner von Bo
- Siw Marie:Reporterin beim „Kurir“